(1) Angebot: Laut Esser Consulting ist im Juni der Richtpreis für vorgebrannte Anoden eines großen Aluminiumwerks in Shandong um 300 Yuan/Tonne gefallen, der aktuelle Börsenpreis beträgt 4225 Yuan/Tonne und der Abnahmepreis liegt bei 4260 Yuan/Tonne.
(2) Nachfrage: Laut SMM lagen die Auslastung der führenden inländischen Aluminiumverarbeitungsbetriebe in der Woche bis zum 2. Juni bei 64,1 % und damit unverändert zur Vorwoche. Lediglich die Auslastung der Aluminium-Kabelplatten stieg, während die Auslastung der Aluminium-Streifen und -Profile aufgrund der saisonbedingten Nachfrage zurückging. Nach Juni machte sich der saisonbedingte Effekt allmählich bemerkbar, und die Auftragseingänge für alle Plattenarten zeigten einen rückläufigen Trend.
(3) Lagerbestand: Zum 1. Juni betrug der Lagerbestand an der LME 578.800 Tonnen, ein Rückgang um 0,07.000 Tonnen gegenüber dem Vormonat. Der Wareneingang im Lager der Vorperiode belief sich auf 68.900 Tonnen, der tägliche Rückgang auf 0,27.000 Tonnen. Der Lagerbestand an Aluminiumbarren an der SMM betrug 595.000 Tonnen, ein Rückgang um 26.000 Tonnen gegenüber vor 29 Tagen.
(4) Bewertung: Zum 1. Juni betrug der Preisaufschlag für A00-Aluminiumbarren 40 Yuan, ein Rückgang um 20 Yuan gegenüber dem Vormonat. Die geschätzten Kosten für elektrolytisches Aluminium lagen bei 16.631 Yuan/Tonne, ein Rückgang um 3 Yuan pro Tag im Vergleich zum Vormonat. Der Gewinn pro Tonne Aluminium betrug 1.769 Yuan, ein Anstieg um 113 Yuan gegenüber dem Vormonat.
Gesamtanalyse: Im Ausland lag der US-ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Mai bei 46,9 Punkten und damit unter den Erwartungen von 47 Punkten. Der Preisindex fiel von 53,2 auf 44,2 Punkte. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank um 25 Basispunkte im Juni sank unter 50 %, die Zinserhöhungserwartungen wurden auf Juli verschoben, und der Dollar-Index geriet unter Druck, was die Aluminiumpreise stützte. Im Inland stieg der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Mai gegenüber April um 1,4 Prozentpunkte auf 50,9 Punkte. Diese Entwicklung weicht vom offiziellen Einkaufsmanagerindex ab, der sich stärker auf exportierende kleine und mittlere Unternehmen konzentriert und das Marktvertrauen stärkt. Fundamental betrachtet führt die Reduzierung der Oxidations- und Anodenpreise zu weiter sinkenden geschätzten Schmelzkosten, während die Kostenstützung weiter nachlässt. Untersuchungen zeigen, dass die Nachfrageschwäche in der Nebensaison zu einem Rückgang der Bestellungen pro Platte führt. Aktuell liegt der Lagerbestand an Aluminiumbarren am Spotmarkt unter der Marke von 600.000 Tonnen. Der südchinesische Markt leidet weiterhin unter Angebotsengpässen, und selbst bei einer relativ hohen Differenz von drei Basispunkten bietet der kurzfristige Aluminiumpreis weiterhin starke Unterstützung. Mittelfristig schwächeln Immobilienverkäufe und Neubauprojekte, die Schmelzkosten sinken weiter, und die Gewinnmargen im Aluminiumsektor sind gering. Daher ist eine kurzfristige Erholung wahrscheinlich.
Veröffentlichungsdatum: 09.06.2023


